Musikerausflug nach Rust

Gestärkt durch die herrliche Verköstigung durch unseren Kapellmeister für Maibaum und Maitaferl am Vorabend nach der Probe ging es am Samstag den 19.05.2018 um 7:00 los. Über Wien erreichten wir die Autobahnraststätte in Guntramsdorf, wo wir unser Frühstück – Kaffee, Eier und auch so manches Seidel Bier genossen. In Rust erwartete uns schon die „Storchenmusi“, eine kleine Abordnung der Ruster Stadtkapelle, die flott zum Frühschoppen bzw. zum Mittagessen aufspielte. Da unsere Quartiere etwas verstreut, aber doch leicht zu Fuß zu erreichen waren, marschierten wir mit unseren Koffern quer durch die Stadt los zu unseren Gastgebern. Anstelle des Besuchs des „Family Parks“ gab es eine Führung durch die Stadt, bei der sehr viel Interessantes über Rust zu erfahren war. Rust ist mit nur 1900 Einwohnern der kleinste Verwaltungsbezirk und auch die kleinste Statutarstadt Österreichs. Bekannt ist Rust vor allem als Stadt der Störche  und als Weinbaugemeinde. Rust gehört seit 1921 zum Burgenland und besitzt das Stadtrecht  seit 1681, als es zur königlich ungarischen Freistadt erhoben wurde. Im Jahr 1512 erfolgte eine erste Befestigung der Stadt mit Mauern und Gräben, Rust wurde dennoch 1529 und 1532 während der Türkenkriege zerstört. Im Jahre 1649 kaufte sich Rust von der Herrschaftsuntertänigkeit frei, die Stadt bezahlte dafür 60.000 Goldgulden und 500 Eimer besten Weines an die Habsburger fast, 30.000 Liter Ruster Ausbruch der Sorte Furmint. Diese, Jahrgang 1995, wurde als Abschluss des Stadtrundganges in der Vinothek verkostet. Um 16:30 versammelten sich die MusikerInnen beider Kapellen auf dem Festgelände und führten einen Sternmarsch zum Hauptplatz durch, wo sich die Vertreter beider Kapellen offiziell begrüßten. Beim Dämmerschoppen begeisterten wir die zahlreichen Besucher beim Seepromenadenfest. „Hokus Pokus Musikus“ sorgten anschließend für einen stimmungsvollen und schwungvollen Ausklang des Abends. Auf dem Nachhauseweg gab es natürlich noch einige Vinotheken, die zur Einkehr lockten und die „Nachtvögel“ genehmigten sich noch im Florianistüberl beim Zeughaus das eine oder andere Seiderl Bier.

Nach einem kräftigen Frühstück in den Quartieren stand eine Überfahrt nach Illmitz auf dem Programm. Zwei Pferdekutschen brachten uns dann zum Topwinzer „Kracher“, bei dem wir tolle Auslesen verkosten konnten. Im Heurigen „Gowerlhaus“ gab es eine kräftige Stärkung, zufrieden und mit tollen Eindrücken konnten wir anschließend die Heimfahrt von einem Musikerausflug antreten, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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